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Für den Prinzen Eugen von Savoyen (1663-1736), den siegreichen österreichischen Feldherrn unter drei Kaisern, schuf Lukas von Hildebrandt innerhalb von 10 Jahren sein bedeutendstes Werk – die größte Schlossanlage des europäischen Barocks. Als >Moderne Galerie< 1903 gegründet, 1911 zugleich mit einer umfassenden Erweiterung des Sammelsprogramms in >k.k. Österreichische Staatsgalerie< umbenannt, entstand 1921 der noch heute gültige Museumsname >Österreichische Galerie<, dem 2000 offiziell das Wort >Belvedere< hinzugefügt wurde. Das barocke Meisterwerk besteht genau genommen aus zwei Schlössern (Oberes und Unteres Belvedere) und beherbergt heute die Österreichische Galerie.
Oberes Belvedere: Österreichische und internationale Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die größte Sammlung von Werken Klimts und Kokoschkas, prominente Werke Schieles und des französischen Impressionismus, die bedeutendste Sammlung von Werken des Wiener Biedermeier (Waldmüller, Amerling, Fendi) und weiters Gemälde von Romako, Makart, Boeckl, Wotruba, Hausner, Lehmden, Hundertwasser u. a. Glanzpunkt der permanenten Ausstellung: Klimts "goldene" Bilder sind "Der Kuss" und "Judith". Die intensive Auseinandersetzung mit der Natur in den sog. Landschaften zeigt Klimt als sensiblen Poeten, der auf sehr eigene Weise die malerischen Strömungen seiner Zeit verarbeitet hat.
Unteres Belvedere: Barockmuseum und Museum mittelalterlicher Kunst (Orangerie) Das Barockmuseum besitzt die größte Sammlung von Werken Maulbertschs, Messerschmidts und Donners, unter anderem die originalen Brunnenfiguren vom Donnerbrunnen auf dem Neuen Markt. Auf der Hügelkuppe ließ Lukas von Hildebrandt ein Lustschloss, für representative Zwecke erstehen. Die Namengebung „Belvedere“ gleichbedeutend mit >schöne Aussicht< hängt unmittelbar mit der wunderbaren Aussicht vom oberen Schloss mit. Der 1717 im französischen Stil angelegte Park überbrückt die Dinstanz von 1 km zwischen den Schlössern. Das Museum mittelalterlicher Kunst befindet sich in der Orangerie des Unteren Belvedere. Unter den romanischen und gotischen Schnitzwerken und Altarbildern ragen die Werke der spätgotischen Meister Michael Pacher, Rueland Frueauf der Ältere und Conraid Laib hervor.
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