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In der Mitte des 19. Jahrhunderts war das Stadtgebiet Wiens eigentlich
vllig verbaut. Um Platz zu schaffen fr neue Gebude wurde 1858 damit
begonnen, die Stadtmauern, die den historischen Kern der Stadt umschlossen,
zu schleifen. Auf diese Weise wurde es mglich, die vier Kilometer lange
und fast 60 Meter breite Anlage der Ringstraße anzulegen. In der zweiten
Hlfte des Jahrhunderts begann man mit dem Bau der monumentalen Prachtbauten,
die diese, wohl reprsentativste Strae der Stadt, sumen. Die berhmten
Ringstraenbauten, die alle samt zum Pflichtprogramm einer Wienreise
gehren umfassen die Staatsoper, Kunst- und Naturhistorisches Museum,
das Burgtheater, das Parlamentsgebude sowie das Rathaus und das Gebude
der Universitt; neben diesem befindet sich am Rooseveltplatz die Votivkirche,
die Jedenfalls in der Zeit des Ringstraenbaus fertiggestellt wurde.
Als Baustil, whlte man den Historismus, der verschiedenste historische
Architekturstile nachahmt, und so erlaubte, Bauwerke, scheinbar aus
vergangenen Epochen, entlang der Ringstrae zu platzieren. So imitiert
die Oper, einen Bau aus der Renaissance. Das Parlament erinnert an eienen
griechischen Tempel wobei das Rathaus und die Votivkirche ganz im Sinne
der Gotik entstanden. Es waren Architekten wie, Theophil van Hansen,
Karl von Hasenauer, Friedrich Heinrich, Ferstel von Schmidt und Gottfried
Semper, die die Bauten verwirklichten.
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