| Als Vorbild für das prunkvolle Barockschloss Schönbrunn diente die
Pariser Königsresidenz Versailles, welche von der Habsburger Version,
sogar in den Schatten gestellt werden sollte. Aus finanziellen Gründen
wurde nur die einfachere Ausführung, der beiden von Johann Bernhard
Fischer von Erlach vorgelegten Entwürfe, verwirklicht. Der Bau dauerte
von 1695 bis 1713; und wurde unter Maria Theresia von ihrem Hofarchiteckten
Nikolaus Pacassi zwischen 1744 und 1749, nochmals umgestaltet. In dieser
Zeit bekam die Fassade auch ihre typische Farbe- das Schönbrunngelb
auch Maria-Theresiengelb genannt, die bis heute ein wichtiges Wahrzeichen
des Schlosses darstellt. Der dreistöckige Palast, der 1441 Zimmer fasst,
blieb bis zum Ende der Monarchie der Sitz der Habsburger. Nach den Zerstörungen
des II. Weltkrieges wieder renoviert, dient es heute als touristische
Attraktion, mit 42 zu besichtigenden Schauräumen, oder als representativer
Ort an dem, der Bundesprsident Staatsbesuche und Gäste empfängt. Das
weitäufige Schlosspark-Gelände, ein ehemahliges Jagdrevier, wurde von
Jean Trehet, nach streng geometrischen Formen eines französischen Gartens,
angelegt und beherrbergt weitere historische Sehenswürdigkeiten. Am
höchsten Punkt der Gartenanlage, dort wo, nach dem ursprünglichen Plan,
das Schloss eigentlich stehen sollte, befindet sich die Gloriette,
eine 1775 erbaute klassizistische Säulenhalle, die inzwischen zu einem
Kaffeehaus umgebaut wurde, deren Besuchern sich ein herrlicher Blick
auf den Palast und den Park bietet. Im westlichen Teil der Anlage befindet
sich das wunderschne Palmenhaus, das als grösstes Glashaus Europas
gilt und der bereits 1752 gegründete und somit weltälteste Tierpark.
Im Jahre 1996 wurde Schloss Schönbrunn zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. |